Österreich & Schweiz – Monthly Incident Report
März 2026 | Ausgabe AT-2026-03 & CH-2026-03 | MK9S Security Intelligence
🇦🇹 Österreich – März 2026
Im Zuge von Baggerarbeiten auf einer Baustelle im Donaufeld in Wien-Floridsdorf wurde am 09. März 2026 eine rund 200 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Rund 250 Anrainer wurden evakuiert. Gegen 20:00 Uhr konnte der Entminungsdienst des Österreichischen Bundesheeres die Bombe erfolgreich entschärfen.
Eine skrupellose Online-Szene ('New World Order', NWO) verschickte über Monate massenhaft Fake-Bombendrohungen an Schulen, Bahnhöfe und Einkaufszentren in Österreich und Deutschland. Koordination über Discord. Mitglieder prahlten, 'al-Kaida und den IS überholt' zu haben. Das BKA durchsuchte im November 2025 Wohnungen mutmaßlicher Mitglieder.
Am Freitagabend, dem 27. März 2026, löste eine telefonische Bombendrohung am Innsbrucker Hauptbahnhof einen Großeinsatz aus. Kein Fern- und Nahverkehr konnte in den Bahnhof einfahren. Nach gründlicher Durchsuchung wurde Entwarnung gegeben. Es handelte sich um eine 'neuerliche' Drohung gegen den Bahnhof.
Bei einer Hausdurchsuchung wegen Suchtgiftverdachts in Großraming entdeckte die Polizei eine funktionstüchtige Rohrbombe sowie Waffen. Der Entschärfungsdienst wurde verständigt. Der Tatverdächtige wurde festgenommen. Dieser Fund zeigt die wachsende Gefahr selbstgebauter IEDs im kriminellen Milieu.
Am 30. März 2026 wurde bei Grabungsarbeiten in der Kudlichstraße am Linzer Froschberg eine 250 kg schwere Fliegerbombe entdeckt. Polizei, Feuerwehr, Rettung und Sprengstoffexperten wurden alarmiert. Der Bahnverkehr wurde unterbrochen. Um 20:16 Uhr konnte der Entminungsdienst die Bombe erfolgreich entschärfen. Zweiter großer Fliegerbombenfund in Linz innerhalb von drei Wochen.
🇨🇭 Schweiz – März 2026
Am 10. März 2026 setzte ein Mann in einem Postauto-Linienbus in Kerzers (Kanton Freiburg) Feuer. Sechs Fahrgäste kamen ums Leben, fünf wurden teils schwer verletzt. Der mutmaßliche Brandstifter – ein psychisch instabiler Mann in seinen 60ern aus dem Kanton Bern – soll sich selbst in Brand gesetzt haben. Ein Terrorhintergrund wurde explizit ausgeschlossen. Strafverfahren wegen vorsätzlicher Tötung und Brandstiftung eröffnet.
Die Bundesanwaltschaft klagte einen 18-Jährigen an, der in der Schweiz einen Messeranschlag im Namen des IS geplant haben soll. Er hatte sich Anleitungen beschafft, ein Messer bestellt und sich mit Gleichgesinnten vernetzt. Ziel waren 'willkürlich ausgewählte Opfer'. Zusätzlich wird ihm IS-Unterstützung durch Propagandavideos und Finanztransaktionen vorgeworfen.
Bei einer Explosion in der Tätsch-Anlage in Illnau-Effretikon entstand ein Sachschaden von rund 4 Millionen Franken. Die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland eröffnete im März 2026 ein Strafverfahren. Mehrere Hundert Kilogramm Sprengstoff waren involviert. Keine Verletzten.
In der Nacht vom 26. März 2026 wurde ein Geldautomat bei einer Tankstelle in Montreux durch einen Sprengsatz zerstört. Die Täter flüchteten unerkannt. Kantonspolizei Waadt und fedpol ermitteln. Bancomat-Sprengungen sind in der Schweiz ein zunehmendes Problem organisierter Kriminalität.
Die Eidgenössische Finanzkontrolle veröffentlichte im März 2026 einen Bericht: Die Munition im Depot Mitholz liegt tiefer und weiter verstreut als bisher angenommen. Vollständige Räumung nicht überall möglich. Kosten: ca. 2,6 Mrd. CHF. Räumung ab 2033 geplant. 56 Personen müssen ihr Zuhause verlassen.